Aufarbeitung einer verdrängten Geschichte
Die deutsche Kolonialzeit in Togo (1884–1914) war geprägt von Zwangsmissionierung, Landnahme, Gewalt, Missbrauch und wirtschaftlicher Ausbeutung. Die sogenannte „Musterkolonie“ war Schauplatz zahlreicher Verbrechen – von Grabschändungen bis zu Hinrichtungen. Grundlage für dieses Vorgehen bildeten u. a. sogenannte Freundschaftsverträge wie jener von Gustav Nachtigal mit dem König von Togoville.
Einblicke in diese Geschichte bekamen wir nicht nur durch historische Quellen wie das Buch “Skandal in Togo” von Rebekka Habermas, sondern auch durch lokale Forschung: Eine Stadtführung mit der Historikerin Nora Häuser zeigte, wie sehr die koloniale Vergangenheit auch in Karlsruhe Spuren hinterlassen hat. karlsruhe-postkolonial.de
Aus diesem Grunde wollen wir in 2026 als einen Arbeitsschwerpunkt unserer Togo Kooperation einige Veranstaltungen zum Thema Völkerverständigung durchführen.
Eine erste Annäherung an das Thema bieten Ihnen zwei Filmangebote in der Kinemathek Karlsruhe, die in Kooperation mit dem IBZ – Internationales Begegnungszentrum, Freunde für Fremde e.V und Nora Häuser gezeigt werden.
- Das leere Grab, am Donnerstag den 19.2.2026 um 19:00
- Togoland Projektionen am Sonntag den 29.3.2026 um 16:00, mit anschließender Diskussion
Zitate
„Wer die Geschichte verdrängt, kann aus ihr nichts lernen. Wer ihr begegnet, verändert die Zukunft.“
– Naturfreunde Karlsruhe
„Die Erinnerung an die Kolonialzeit darf kein einseitiges Kapitel bleiben – sie gehört allen, die betroffen waren und sind.“
– Fiogan Mlapa VI, König von Togoville
„Solidarität ist keine Einbahnstraße – sie lebt von Dialog auf Augenhöhe.“
– Pablo Victor Agbogan, CASE Togo
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